{"id":52,"date":"2010-02-24T16:47:51","date_gmt":"2010-02-24T15:47:51","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?page_id=52"},"modified":"2026-08-08T09:16:36","modified_gmt":"2026-08-08T07:16:36","slug":"aktuelle-predigt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schlagnitweit.at\/?page_id=52","title":{"rendered":"Die aktuelle Predigt"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"52\" class=\"elementor elementor-52\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-53af1dac elementor-section-full_width elementor-section-content-top elementor-section-stretched elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"53af1dac\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;stretch_section&quot;:&quot;section-stretched&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-narrow\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-347feaab\" data-id=\"347feaab\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-inner-section elementor-element elementor-element-71b33117 elementor-section-full_width elementor-section-height-min-height elementor-section-content-top elementor-section-height-default\" data-id=\"71b33117\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-66 elementor-inner-column elementor-element elementor-element-48e0fb0b\" data-id=\"48e0fb0b\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ea774be elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ea774be\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3><span style=\"color: #455800;\">19. Sonntag im Jahreskreis \u2013 A: <br \/>1K\u00f6n 19,9ab.11b-13 \/ Mt 14,22-33<br \/><\/span><\/h3>\n<h5>(Linz \u2212 Ursulinenkirche, 09. VIII. 2026)<\/h5>\n<p><!-- \/wp:heading --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u2192 <a href=\"https:\/\/www.schlagnitweit.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2026-08-09_Jahreskreis19.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download als PDF<\/a><\/p>\n<p>Hier \u2013 im Evangelium \u2013 der Gottessohn Jesus, der mit den Naturgesetzen spielt und sich vor seinen Gef\u00e4hrten als souver\u00e4ner Dompteur der Naturgewalten erweist; dort \u2013 in der Lesung aus dem Ersten Testament \u2013 Gott, der zu seinem machtvollen Propheten Elija gerade nicht lautstark in Sturm, Erdbeben und Feuer spricht, sondern in einem zarten, sanften S\u00e4useln. \u2013 Wie geht das zusammen? Wie l\u00e4sst Gott sich nun vernehmen? Woran ist seine Stimme erkennbar? \u2013 Die einzige Antwort, die beide Erz\u00e4hlungen auf einen Nenner bringt: Gott begegnet anders als erwartet.<\/p>\n<p>Der Gottesmann Elija z\u00e4hlt zu den kraftvollsten Gestalten der gesamten Bibel, von seinem Charakter her gewiss kein Mann der leisen und sanften T\u00f6ne. Sein brennender Eifer f\u00fcr den Gott Israels und gegen die konkurrierenden Fruchtbarkeitsreligionen und die Vielg\u00f6tterei der Nachbarv\u00f6lker m\u00fcndet wiederholt in drastische Aktionen von archaischer Gewalt. Man sollte meinen, dass das auch seiner Gotteserfahrung entspricht \u2013 aber das Gegenteil ist der Fall: Ausgerechnet ihm offenbart Gott sich ganz sanft und leise.<\/p>\n<p>Wie anders die Gotteserfahrung der schreckhaft sich in ihrer sturmgebeutelten Schaluppe verschanzenden Gef\u00e4hrten Jesu! Sie m\u00fcssen erkennen und erfassen, dass ihr Messias nicht mit ihnen im selben Boot sitzt, sondern drau\u00dfen zu finden ist \u2013 \u00fcber den st\u00fcrmisch aufgew\u00fchlten, bedrohlich bodenlosen Wellen.<\/p>\n<p>Diese Bibelstellen k\u00f6nnen bedeuten: Gott begegnet gerade nicht dort, wo man ihn gerne h\u00e4tte \u2013 im jeweils bevorzugten, weil sicheren und gewohnten Rahmen. Gott spricht nicht in der vertrauten Sprache, die man bereits kennt und beherrscht. Gottes Gegenwart und Stimme lassen sich erfahren \u2013 aber dazu muss der Mensch den Rand seiner vermeintlich sicheren Lebenswelt \u00fcbersteigen und hineinh\u00f6ren ins Neue, ins Andere und Unerh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Das ist gewiss keine angenehme Botschaft f\u00fcr alle, die sich gut und behaglich eingerichtet haben in dieser Welt und in Sicherheit w\u00e4hnen. Denn sich darauf einzulassen, erfordert Mut und die Bereitschaft, die eigenen Gottesvorstellungen und damit den Rahmen der bisherigen Existenz ersch\u00fcttern und in Frage stellen zu lassen. Allen aber, deren Leben unsicher und prek\u00e4r geworden ist, die ohnehin aufbrechen <em>m\u00fcssen<\/em>, um sich neu zu orientie\u00adren und verankern \u2013 all denen kann diese Botschaft gerade Trost und Ermutigung werden.<\/p>\n<p>In unserer durch multiple Krisen gebeutelten Zeit trifft genau das unsere Gesellschaften als Ganze ebenso wie uns alle pers\u00f6nlich. Wir leben in einer Zeit allgemeiner Unsicherheit und Verunsicherung. Man kann sich in so einer Situation \u2013 wie die Gef\u00e4hrten Jesu in ihrem Boot \u2013 zusammenkauern und das Ende der Nacht herbeizittern; oder man bleibt \u2013 wie Elija \u2013 bei seinen bew\u00e4hrten Konzepten und sucht Gott dort, wo man ihn schon bisher verortet hat: Ankurbelung des Wirtschaftswachstums, milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung zur St\u00e4rkung der Verteidigungsf\u00e4higkeit, Umschichtung der Kapitalveranlagung auf Krisengewinn-Sektoren, unter allen Umst\u00e4nden jedenfalls Besitzstandswahrung. \u2013 Die biblischen Lesungen ermutigen demgegen\u00ad\u00fcber aber zu einem anderen Weg: Gott dort suchen, seine Stimme genau dort vermuten, wo es ungewohnt und unsicher ist. Vielleicht spricht Gott zu uns ja gerade <em>inmitten<\/em> und <em>durch<\/em> die Krisen, die wir erleben. Das aber w\u00fcrde bedeuten, Krisen gerade nicht als St\u00f6rung zu begreifen und wahrzunehmen, sondern als \u201eZeichen der Zeit\u201c, die es zu lesen, bzw. als Stimme Gottes in dieser Welt, die es zu h\u00f6ren gilt.<\/p>\n<p>Ich tappe dabei selbst oft im Nebel und wei\u00df nicht so genau, was Gott uns in manchen Krisen sagen will. Aber es macht bereits einen wesentlichen Unterschied, ob man eine Krise blo\u00df als l\u00e4stige St\u00f6rung bek\u00e4mpft oder ihr als just jenem Ort begegnet, an dem Gott <em>wom\u00f6glich<\/em> sein segensreiches Wort spricht und gegenw\u00e4rtig ist\u2026<\/p>\n<p><em style=\"font-size: 1.2em; font-weight: bold;\"><span style=\"color: #455800;\">N\u00e4chste Predigt: 20. Sonntag im Jahreskreis \u2013 A, 16. VIII. 2026<\/span><\/em><\/p>\n<p><!-- \/wp:heading --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\u2190\u00a0<a href=\"?page_id=29\">zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-33 elementor-inner-column elementor-element elementor-element-436b9518\" data-id=\"436b9518\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5d0e5898 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"5d0e5898\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Die Wahrheit ist<br \/>dem Menschen zumutbar.<\/h3>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><em>(Ingeborg Bachmann)<\/em><\/h5>\n<h5>\u00a0<\/h5>\n<h5><span style=\"color: #455800;\">Im Buchhandel:<\/span><\/h5>\n<p><a href=\"https:\/\/www.styriabooks.at\/was-wuerde-jesus-tun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4202 size-medium\" src=\"https:\/\/www.schlagnitweit.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Cover-188x300.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19. 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